Experten-Workshop „Professorenkataloge“

Anlässlich der Veröffentlichung des Mainzer Professorenkatalogs Gutenberg Biographics im März 2016  trafen sich am 11. und 12. Juli 2016 ca. 20 Experten und Expertinnen zu einem Workshop  "Professorenkataloge" an der Universitätsbibliothek Mainz.

Ziel des Workshops war es, die für die Professorenkataloge der verschiedenen Universitäten verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinander ins Gespräch zu bringen. Im Laufe der zweitägigen Veranstaltung wurden unterschiedliche technische Konzepte zur Implementierung der Systeme, Schnittstellen für die Vernetzung und den Datenaustausch und mögliche Kooperationsstrukturen vorgestellt und diskutiert. Organisatoren des Workshops waren das Universitätsarchiv und die Abteilung Digitale Bibliotheksdienste der Universitätsbibliothek Mainz.

Programm und Präsentationen der Veranstaltung:

Montag, 11.7.2016

13:00-13:30        Begrüßung

13:30-14:00        Christian George: Gutenberg Biographics. Der Mainzer Professorenkatalog

14:00-14:30        Robert Stephan / Marco Schabacker: Der Catalogus Professorum Rostochiensium

14:30-15:00        Lars Strominski: Auf dem Weg zum Catalogus Professorum Brunsvicensis - Braunschweiger Professorenkatalog Online

15:00-15:30        Kaffeepause

15:30-16:00        Matthias Glasow: Der Hamburger Professorenkatalog

16:00-16:30        Karen Bruhn / Jesper Zedlitz: Das Kieler Gelehrtenverzeichnis

16:30-17:00        Margrit Prussat: Work in progress: Der Bamberger Professorinnen- und Professorenkatalog

 

Dienstag, 12.7.2016

09:00-09:30        Swantje Piotrowski: Möglichkeiten und Perspektiven eines „Gesamtdeutschen Professorenkatalogs“

09:30-10:00        Torsten Schrade: Deutsche Professorenkataloge: Perspektiven, Potentiale und Möglichkeiten zur Interoperabilität. Ein Blick von außen. [Folien des Vortrags]

10:00-10:30        Margrit Prussat: Import/Export: Zur Vernetzung von Forschungs­informations­system und Professorenkatalogen

10:30-11:00        Kaffeepause

12:00-13:00        Abschlussdiskussion

Prof. Dr. Margarete Imhof

Imhof Kopie
Vita

1958geboren in Erbach / Odenwald
1977Abitur am Karl-Theodor-von-Dalberg Gymnasium in Aschaffenburg
1977 bis 1984 Studium der Fächer Psychologie (Diplom) und Anglistik (Lehramt)
1984 bis 1986 Studienreferendarin für die Fächer Englisch und Schulpsychologie am Siebold-Gymnasium Würzburg
1986 bis 1987 Lehrtätigkeit am Frobenius-Gymnasium in Hammelburg
1987 bis 1989 Lektorin für Deutsch am Luther College in Decorah, Iowa, USA im Rahmen eines vom Pädagogischen Austauschdienst und der Fulbright-Kommission geförderten Programms
1989 bis 1989 Teaching Assistant und Graduate Student an der University of Illinois at Chicago in Chicago, Illinois, USA
1989 bis 1990 Lehrerin am Johann-Sailer-Gymnasium in Dillingen/Donau
1990 bis 1995 Wissenschaftliche Assistentin bei der Professur Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
1994 Promotion an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bei Prof. Dr. Detlef Berg
1995Studienrätin im Hochschuldienst am Institut für Pädagogische Psychologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität
2001 bis 2002 Aufenthalt als Gastwissenschaftlerin am College of New Jersey, Trenton
2003Habilitation für das Fach Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main
2007 bis 2008Lehrstuhlvertretung Psychologie an der Universität Augsburg
seit 2008 Professur Psychologie in den Bildungswissenschaften an der Universität Mainz

Forschungsschwerpunkte

- Lehre und Forschung zu Fragen der Psychologie in der Lehramtsausbildung
- Psychologische Aspekte des Zuhörens
- Portfolio in der Lehramtsausbildung
- Selbstreguliertes Lernen in Computer unterstützten Lernumgebungen
- Aufmerksamkeit, Konzentration und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen


Veröffentlichungen

Gutenberg Open


Fragebogen

Welche Bibliothek hat Sie bei Ihrer Arbeit in ganz besonderer Weise unterstützt oder Ihr Bild von Bibliotheken geprägt?

Die Hofbibliothek in meiner Heimatstadt Aschaffenburg hat bei mir als Schülerin einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Einmal musste bzw. besser: durfte ich für eine Arbeit, die ich für die Schule zu erledigen hatte, in diese Bibliothek und ich fand es enorm spannend zu sehen, was es alles zu lesen gibt und wünschte mir, mich in die Geheimnisse, die ich hinter diesen Büchern und Dokumenten vermutete, vertiefen zu können.
Eine zweite Bibliothek, die mich beeindruckt hat, war die Institutsbibliothek der Universität, an der ich studiert habe. Als Hilfskraft habe ich damals Karteikarten von Neuerwerbungen in die Kästen sortiert. Bis heute weiß ich nicht, ob es je jemandem aufgefallen ist, dass ich einen halben Stapel von neu einzuordnenden Kärtchen in den falschen Katalog sortiert habe…
Im Grunde faszinieren mich alle alten Bibliotheken, z.B. die National Library in Washington, die British Library, die Bibliothek des Trinity College in Dublin mit dem Book of Kells, aber auch das Gutenberg Museum in Mainz (was zwar keine Bibliothek ist, aber dennoch …): Auch wenn man da natürlich nicht in den Büchern blättern kann, staune ich immer wieder gern über das kollektive Gedächtnis, das in den Büchern gesammelt ist.

Welche Online-Angebote schätzen Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit außerordentlich?

Die Datenbanken wie etwa Web of Science sind aus dem wissenschaftlichen Arbeiten nicht mehr wegzudenken. Da sind mir alle Services recht und vor allem schätze ich unsere Bibliothekarin, die erstens am Puls der Zeit ist, was Neuerungen in den Datenbanken betrifft und zweitens wunderbare Übersetzungshilfe zum Suchen und Finden von Literatur leistet für uns Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich aller, die es werden wollen.

Welche Bücher haben Sie und Ihr Forschungsinteresse nachhaltig beeinflusst oder Ihnen neue Perspektiven für Ihre Arbeit eröffnet?

Baugh & Cable, A: History of the English Language: Ich fand es spannend, Sprache als etwas kennen zu lernen, das in Bewegung und im Fluss ist, sich ständig ändert, weder vollkommen willkürlich noch vollkommen systematisch. Daher mein Interesse an Sprache, Sprechen, Sprachwahrnehmung, Kommunikation und die Effekte von Sprache auf das Verhalten des Menschen.

Welche Arbeiten Ihrer Studierenden haben Sie besonders neugierig gemacht?

Die Bachelorarbeiten aus dem Studiengang Bachelor of Education machen mich jedes Mal neugierig: Was denken sich Studierende, wenn sie sich zum ersten Mal einem Thema forschend nähern. Spannend und erstaunlich, was ich da lesen darf.

Welche wissenschaftlichen Studien müssten Ihrer Meinung nach dringend noch geschrieben werden?

oh je… alle, die noch fehlen…

Welche wissenschaftliche Arbeit hat Sie zuletzt nicht schlafen lassen?

Mein Schlaf ist noch nie durch eine wissenschaftliche Arbeit gestört worden. Aufregend und herausfordernd fand ich die Veröffentlichung der Meta-meta-Analyse von John Hattie (2013) zum Thema „Visible Learning.“

Wie würde ein Roman heißen, den Sie gerne schreiben würden?

Durch das Dickicht zum Meer finden

Hören Sie Musik bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit; wenn ja, welche?

Ich kann beim Arbeiten keine Musik hören. Ich konnte das schon in der Schulzeit nicht.

Welcher Film hat am ehesten einen Bezug zu Ihrer wissenschaftlichen Arbeit?

Der dritte Mann

Wie sieht die Bibliothek Ihrer Träume aus?

Eine Bibliothek mit gemütlichen Lese- und Arbeitsplätzen, Blick ins Grüne, technisch aktuell … ein Ort, an dem man Büchern begegnen kann wie guten Freunden, mit Platz, um auch in Gruppen die Köpfe zusammen-zustecken.

Publiziert am: 29. Januar 2016. Abgelegt unter Allgemein

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Publiziert am: 23. April 2015. Abgelegt unter Allgemein