Prof. Felix Koch (September 2013)


Prof. Felix Koch
Vita

1969 geboren in Saarbrücken
1989 bis 1991 Zivildienst bei der Lebenshilfe Saarbrücken e. V.
1991 bis 1996 Studium der Orchestermusik mit Hauptfach Violoncello an der Musikhochschule Mannheim (Prof. M. Flaksman)
1996 bis 1998 Fortsetzung des Orchesterstudiums an der Musikhochschule Karlsruhe (Prof. Martin Ostertag)
1998 bis 1999 Mitglied des Kammerorchesters der Jungen Deutschen Philharmonie (Ensemble Resonanz) Mitglied beim Kammerorchester des Saarländischen Staatstheaters Sinfonietta Saarbrücken sowie den Heidelberger Sinfonikern; Aushilfe bei der Badischen Staatskappelle Karlsruhe
1999 bis 2001 Studium Alte Musik mit Hauptfach Barockcello (Prof. Rainer Zipperling) und Historische Interpretationspraxis (Prof. Michael Schneider) an der Musikhochschule Frankfurt
1999 Musikpreis Historische Aufführungspraxis / Barockcello des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI)
1999 Mitbegründer des Ensemble Mediolanum Frankfurt
2000 bis 2004 Studium der Musikpädagogik (Grundschullehramt) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. mit Schwerpunkt Musikpädagogik und Erziehungswissenschaften (Prof. Hans-Günther Bastian)
2000 1. Förderpreis beim bundesweiten Hochschulwettbewerb, Mannheim
seit 2000 Solocellist des Nassauischen Barockorchesters und des concerto classico frankfurt Mitwirkung als Cellist beim Barockorchester la Stagione Frankfurt sowie beim Bach Orchester Mainz
2000 Habilitation Universität Helsinki
2001 bis 2007 Initiator und künstlerischer Leiter des Festivals Tage Alter Musik im Saarland (TAMIS) als Kooperationsfestival zwischen Saarländischem Rundfunk, Hochschule für Musik Saar und Akademie für Alte Musik im Saarland
2001 Preisträger des internationalen Telemann-Wettbewerbs, Magdeburg
2001 Aufnahme in das Förderprogramm der Deutschen Phono-Akademie Hamburg
2002 Förderstipendium der Gotthard-Schierse Stiftung Berlin
2003 Stipendiat von Yehudi Menuhin live music now Frankfurt
2004 bis 2006 Ergänzungsstudium zum Magisterabschluss im Fach Musikpädagogik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
2004 bis 2010 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK ) Frankfurt am Main im Bereich Musikvermittlung/ Konzertpädagogik sowie bis 2008 Referent des Vizepräsidenten der HfMDK Frankfurt und des Instituts für Historische Interpretationspraxis
2005 Mitinitiator und Juror des Förderpreises für Alte Musik des Saarländischen Rundfunks und der Akademie für Alte Musik im Saarland
2005 bis 2007 Referendariat an der Liebfrauenschule Frankfurt mit Schwerpunkt Musik 2. Staatsexamen für das Lehramt Grundschule
2007 Gründung (Cellist; Dirigent) des Ensembles Neumeyer Consort
2008 bis 2010 Unterrichtstätigkeit als Musikpädagoge an der Liebfrauenschule Frankfurt und Leitung des Lehrerfortbildungsprojekts Primacanta an der HfMDK Frankfurt
seit 2008 künstlerische Leitung des Forum Alte Musik Frankfurt am Main
2010 Gründung der Neumeyer Consort - Stipendiatenakademie (Meisterkurse, Konzerte und CD-Produktionen für junge hochbegabte Schülerinnen und Schüler / Studierende im Bereich der Alten Musik)
2010 Professor für Barockcello / Alte Musik sowie Musikvermittlung an der Hochschule für Musik Mainz
2012 Leiter des Collegium musicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2013 Gründer und Dirigent des Gutenberg Kammerchores an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Forschungsschwerpunkte

- Historische Aufführungspraxis mit dem Schwerpunkt Barockmusik, darunter vor allem Georg Philipp Telemann

- Musikvermittlung / Konzertpädagogik mit dem Schwerpunkt SchülerInnen der Primarstufe


Fragebogen

Welche Bibliothek hat Sie bei Ihrer Arbeit in ganz besonderer Weise unterstützt oder Ihr Bild von Bibliotheken geprägt?

Die Deutsche Nationalbibliothek (Frankfurt), die Stadtbibliothek Frankfurt am Main, die Bibliothek der HfMDK Frankfurt und die Uni-Bibliothek der Goethe Universität Frankfurt

Welche Online-Angebote schätzen Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit außerordentlich?

- imslp.org
- Online Angebote der Hochschul- und Uni-Bibliotheken der Rhein-Main Region

Welche Bücher haben Sie und Ihr Forschungsinteresse nachhaltig beeinflusst oder Ihnen neue Perspektiven für Ihre Arbeit eröffnet?

Grundschul- und Musikpädagogik:
- Fuchs, M.: Musik in der Grundschule neu denken – neu gestalten, Esslingen 2010
- Jank,W./ Schmidt Oberländer, G.: music step by step, Esslingen 2010
- Wieblitz, C.: Lebendiger Kinderchor, Boppard 2007
- Gruhn, W.: Geschichte der Musikerziehung, Hofheim 2003
Konzertpädagogik/ Musikvermittlung:
- Stiller, B.: Erlebnisraum Konzert, Regensburg 2007
- Stiller, B. u.a. (Hg): Spielräume Musikvermittlung, Regensburg 2002
- Tröndle, M.: Das Konzert – Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form, Bielefeld 2009
- Wimmer, C. : Musikvermittlung im Kontext, Regensburg 2010
- Schneider, K.: Lexikon Programmmusik Band 1 & 2 Kassel 2001
Alte Musik/ Historische Aufführungspraxis:
- Korff, M.: Konzertbuch Orchestermusik 1650-1800 , Wiesbaden/ Leipzig 1991
- Harnoncourt, N.: Musik als Klangrede, Kassel 1985
- Harnoncourt, N.: Der musikalische Dialog, Kassel 1988
- Dürr, W.: Sprache und Musik, Kassel 1994
- Furtwängler, W.: Gespräche über Musik, Zürich/Freiburg i.Br. 1949
- Kolneder, W.: Georg Muffat zur Aufführungspraxis, Baden-Baden 1990
- Telemann, G.P.: Singen ist das Fundament, Leipzig 1985
- Grebe, K.: Telemann, Reinbeck bei Hamburg 1970
- Quantz, J.J.: Versuch einer Anweisung die Flöte traversière zu spielen (1752), Tb-Ausgabe Bärenreiter 1992
- Schmitz, H.P.: Quantz heute, Kassel, 1987
- Mozart, L.: Versuch einer gründlichen Violinschule (1756) Tb-Ausgabe Bärenreiter 1995
- Dürr, A.: Die Kantaten von Johann Sebastian Bach, Kassel 1971
- Schwemer, B./ Woodfull-Harris, D.(Hg): J.S.Bach 6 Suites a Violoncello Solo senza Basso BWV 1007-1012

Welche Arbeiten Ihrer Studierenden haben Sie besonders neugierig gemacht?

Da ich ganz wenige schriftliche Arbeiten in meinem Bereich zu bearbeiten habe, ist das schwierig zu beantworten. Neue Impulse kommen aber durch Zusammenarbeit im musikpraktischen Bereich. Hier werde ich immer wieder auf mir noch unbekannte Musikwerke gestoßen: z.B. Tangos & Las Cuatro Estaciones Portenas von Astor Piazolla – ein interessantes Thema war auch eine Abschlussarbeit über den brasilianischen Musiker und Komponisten Mozart Camargo Guanieri (1907-1993)

Welche (wissenschaftlichen) Studien müssten Ihrer Meinung nach dringend noch geschrieben werden?

Eine sehr gute Biographie zu Georg Philipp Telemann
Eine gute, aus der Praxis stammende und erprobte (!) Grundschul-Musikdidaktik

Welche wissenschaftliche Arbeit hat Sie zuletzt nicht schlafen lassen?

Keine

Wie würde ein Roman heißen, den Sie gerne schreiben würden?

Johann Sebastian Bachs Opernträume

Hören Sie Musik bei Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, wenn ja, welche?

Ich höre ständig und ununterbrochen Musik!! Hauptsächlich Klassik

Welcher Film hat am ehesten einen Bezug zu Ihrer wissenschaftlichen Arbeit?

Mr. Holland’s Opus (Richard Dreyfuss 1995)

Wie sieht die Bibliothek Ihrer Träume aus?

Offen, mit viel Licht, multimedialer Platz zum Arbeiten