Direkt zum Inhalt

Universitätsbibliothek Mainz

Universitätsmedizin, Gebäude 602

An der Umfrage nahmen 1.207 Studierende teil, darunter 885 Studierende aus den klinischen Semestern, die die Hauptnutzerinnen und -nutzer des Gebäudes 602 der Bereichsbibliothek Universitätsmedizin (BBUM) sind.

Die BBUM wurde 1969 als Medizinische Abteilung der Universitätsbibliothek (UB) gegründet. Die Entfernung zwischen Campus und Klinikum beträgt ca. 20 Minuten für Fußgänger bzw. 10 Minuten mit dem Auto. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Gründung der "Medizinischen Abteilung" der UB und deren Ansiedlung auf dem Klinik-Gelände auch in der Absicht, dem medizinischen Personal und den Studierenden der klinischen Semester schnell und bequem die benötigte Literatur zur Verfügung zu stellen. Nachzulesen unter: Geisel, Heike; Schweizer, Stefanus. Die Fachbibliothek Medizin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. GMS Medizin - Bibliothek - Information 2009, 9 (2-3):1-5.

Nutzung der Bibliothek

Die Nutzerinnen und Nutzer wurden nach insgesamt vier verschiedenen Arbeitsplätzen gefragt: Lesesaalarbeitsplatz mit oder ohne Steckdose, PC- oder Gruppenarbeitsplatz. Derzeit gibt es in der BBUM 166 Arbeitsplätze, davon 88 im Lesesaal, 41 PC-Arbeitsplätze und 37 Gruppenarbeitsplätze.

Auf die Frage "Wie oft nutzen Sie während des Semesters die Räumlichkeiten der Bereichsbibliothek (BBUM) Geb. 602?" gaben drei von zehn Studierenden aus den klinischen Semestern an, sie benutzen die Räumlichkeiten mehr als einmal pro Woche, zwei von zehn mehrmals im Monat, wiederum zwei von zehn nur in der Prüfungszeit und drei von zehn Studierenden sagten, dass sie die Räumlichkeiten nicht in Anspruch nehmen.

Etwa 40% nutzen den Lesesaal wöchentlich, entweder an Arbeitsplätzen mit oder ohne Steckdose. Was den PC-Arbeitsplatz betrifft, so nutzen 28% der Studierenden ihn wöchentlich, während 24% ihn monatlich nutzen. Im Gegensatz dazu wird der Gruppenarbeitsplatz in der Regel mehr genutzt - monatlich 30% oder während der Prüfungszeit 23%.

Befragt danach, ob "Sie bisher in der BBUM Geb. 602 einen freien Arbeitsplatz gefunden haben" gaben 47% an, dass sie häufig einen Platz im Lesesaal gefunden haben, aber selten einen Laptop-Arbeitsplatz im Lesesaal (39%), während 38% häufig einen PC-Arbeitsplatz gefunden haben. Die Daten über die Nutzung der Gruppenarbeitsplätze sind widersprüchlich: 36% finden häufig freie Plätze, während 30% sagen, dass sie selten einen Platz finden.

Seit 2010 hat die Bibliothek die Zahl ihrer Gruppenarbeitsplätze kontinuierlich ausgebaut. Es wurden zwei Räume des Gebäudes 602 komplett zu Gruppenarbeitsplätzen umgewidmet. Trotzdem ist die Nachfrage größer als das Angebot.

Warum werden die Räumlichkeiten nicht genutzt?

Von den 1.207 Teilnehmern der Umfrage gaben 325 (27%) an, die Räumlichkeiten (Lesesaal, PC- und Gruppenarbeitsplätze) der BBUM Geb. 602 gar nicht zu nutzen. Von den 325 Nichtnutzern erläuterten 317 (97,5%) dies in einem Kommentar. Die Kommentare enthielten Kritik und Anregungen und machten damit letztendlich deutlich, dass zahlreiche "Nichtnutzer" die BBUM kennen, aber Verbesserungswünsche haben.

Die Tag-Cloud zeigt die Begriffe, die in den Kommentaren am häufigsten genannt wurden. 

Image matching this topic
Mehr...
Image matching this topic

Kommentare, die eindeutig der BBUM Geb. 602 zuzuordnen waren:

  • "Ich wohne sehr nah an der Uniklinik und gehe deswegen in den Pausen lieber nach Hause. Generell fällt es mir leichter zu Hause zu lernen."
  • "Zu wenig Platz. Keine angenehme Lernatmosphäre. Im Sommer viel zu heiß."
  • "Es gibt einfach nicht genug Gruppenarbeitsplätze."
  • "Zu klein, zu eng, zu staubig, zu dunkel und zu stickig. Einrichtung ohne Wohlfühlcharakter. In Klausurenphase nicht genügend Plätze vorhanden."
  • "Sehr enge räumliche Verhältnisse, grad in der Prüfungszeit oft sehr voll, im Sommer unerträglich heiß."
  • "Ich bin nur in absoluten Ausnahmefällen in der Bereichsbibliothek der Unimedizin (ansonsten versuche ich auf die Bibliotheken des Hauptcampus auszuweichen). Gründe dafür: zu wenige Arbeitsplätze, zu enge Arbeitsplätze (Einzelarbeitsplätze wären wünschenswert), Lautstärke in der Bibliothek, wenige/unzureichende Steckdosen, extrem schlechtes Klima (insbesondere in den heißen Sommermonaten wäre eine Klimaanlage absolut wünschenswert; im Winter ist es sehr stickig); im Winter schlechte Lichtverhältnisse."
  • "Gruppenarbeitsräume sind viel zu klein und man hat immer das Gefühl das man andere stört. Bitte mehr Raum für Gruppenarbeit."
  • "Habe meinen eigenen Laptop oder Tablet dabei. Deshalb brauche ich Steckdosen und vor allem große Tische."
  • "Nicht klimatisiert (im Sommer), überfüllt, unbequem eingerichtet, keine gute Lernatmosphäre."
  • "Ich habe eigentlich nur den Gruppenarbeitsraum genutzt und auch da stehen die Tische zu eng, sodass das Nachbargespräch kaum auszuschalten ist."

Wünsche an künftige Arbeitsplätze

Als Antwortmöglichkeiten für die 4 Arbeitsplatztypen war vorgegeben: "sehr wichtig", "wichtig", "eher unwichtig", "unwichtig" und "Keine Angabe". Zudem konnten die Studierenden im Freitext sagen, was für Sie zum Thema Arbeitsplätze noch wichtig ist.

Mit großem Abstand sind die Arbeitsplätze im Lesesaal (89%) und die Laptop-Arbeitsplätze (86%) die wichtigsten künftigen Arbeitsplätze. Diese beiden ragen aus allen im weiteren aufgeführten Arbeitsplätzen deutlich heraus - die nächsten in der Rangliste sind die Gruppenarbeitsplätze (77%), die bereits einen Abstand von über 12% zum ersten Platz aufweisen. Mit 58% folgen die PC-Arbeitsplätze auf dem vierten Platz.

596 Studierende nutzten die Möglichkeit, Kommentare zum Thema Arbeitsplätze zu schreiben. Typische Beispiele:

  • "Wie schon vorhergehend gesagt: ausreichend Plätze mit Steckdosen sind essentiell und einer der wichtigsten Punkte für einen gelungenen Arbeitsplatz. Natürlich wäre helles Licht und ggf. eine Schreib Tischlampe optimal. Aber das wichtigste sind die Steckdosen. Die Stühle, die aktuell in der 602 stehen, sind übrigens sehr bequem."
  • "Große Tische, Klimatisierung"
  • "Ich würde uns sehr für Klimaanlage wünschen."
  • "Breite Tische (damit man Buch und Heft hintereinanderlegen kann), Stühle mit Polsterung/ ungepolsterte mit wechselbarer Sitzauflage (evtl. eine Kiste mit Sitzkissen am Eingang), Leselampen und Steckdose am Arbeitsplatz, Sitz-Nischen für Gruppen"
  • "Gute Luft, Klimaanlage, Steckdosen am Tisch"
  • "Der Arbeitsplatz soll ruhig sein was durch offene Fenster nicht immer gut klappt. Eine Klimaanlage im Lesesaal halte ich für notwendig."
  • "Klimatisierter Arbeitsbereich, Ruhebereich, Stromanschluss"

Open-Library-Konzept

Im Rahmen der künftigen räumlichen Veränderungen (Ersatzräume für das Gebäude 602) werden einzelne Bereiche evtl. auf das Konzept OPEN LIBRARY, wie in der neuen ZMK-Bibliothek, umgestellt.  D. h. die Bibliothek könnte von morgens bis spätabends für alle Studierenden mit Chip zugänglich sein, auch wenn kein Personal vor Ort ist. Um die Sicherheit zu verbessern, ist eine Videoaufzeichnung geplant (keine Live-Überwachung, die Aufzeichnungen können nur bei Vorfällen und Diebstahl angesehen werden). Ein ähnliches Konzept ist in den PC-Pools des ZDV auf dem Campus im Einsatz.

94% der Studierenden akzeptieren dieses Open-Library-Konzept, welches ermöglicht, die Öffnungszeiten der zukünftigen BBUM zu erweitern.

Neue Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der BBUM Geb. 602 vor der Umfrage:

  Rest des Jahres Prüfungszeit (Jan - Feb und Jun - Jul)
Mo bis Fr  08:00-21:00 08:00-21:00
Sa 12:00-21:00 10:00-21:00
So --- 10:00-21:00

Fünf von zehn Studierenden sahen keinen Änderungsbedarf bei den Öffnungszeiten außer zur Prüfungszeit und am Wochenende. 
Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Öffnungszeiten während der Prüfungszeit und am Wochenende auszuweiten und unseren Studierenden so einen besseren Service anzubieten.

Die neuen Öffnungszeiten lauten:

  Rest des Jahres Prüfungszeit (Jan - Feb und Jun - Jul)
Mo bis Fr  08:00-20:00 08:00-22:00
Sa 09:00-20:00 09:00-22:00
So --- 09:00-22:00

Diese flexible Anpassung an den durch die Umfrage erhobenen Bedarf ist zunächst für ein Jahr befristet. Sollten diese Änderungen von den Nutzern angenommen werden, spricht nichts gegen eine Verlängerung dieses "Tests" über 2019-2020 hinaus - unter der Voraussetzung, dass das benötigte Personal weiterhin zur Verfügung steht.

 

Das Ergebnis als Infografik

BBUM Umfrage Infografik

 

Kontakt

Sie haben Fragen? Das Team der Bereichsbibliothek Universitätsmedizin hilft Ihnen gerne weiter:

Information
Information