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Universitätsbibliothek Mainz

05.08.2020

JGU forscht nachhaltig

Die letzten Wochen und Monate haben uns gezeigt, wie wichtig in Krisenzeiten Expertenwissen ist und wie bereitwillig Eingriffe in die persönlichen Freiheitsrechte hingenommen werden, wenn Handlungsanweisungen auf der Basis von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen dabei helfen, das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Zwar hat die Coronakrise zurzeit das Thema Klimawandel aus den Schlagzeilen verdrängt, aber die Pandemie ist nicht die einzige Krise, in der wir stecken: Auch das Thema Klimawandel ist immer noch aktuell und wichtig.

Neben den Studierenden unterstützen auch Mainzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Freizeit die Fridays for Future-Bewegung. Sie beteiligen sich an der Public Climate School, halten Vorträge oder veranstalten Workshops und helfen so, die Themen Umweltschutz und Klimawandel ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Denn Umweltschutz fängt nicht erst im Privatleben an, sondern benötigt natürlich Grundlagen und Hintergrundwissen – er beginnt schon im Labor oder Hörsaal. Die Wissenschaft liefert uns das Wissen, mit dem wir auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren und die großen Katastrophen verhindern können.

Umweltschutz gilt auch im Hörsaal

Wie aber finden sich die Themen im Forschungsalltag wieder? Was wird an der Uni tagtäglich geleistet und wie engagiert sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wenn es um die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit geht? Welchen Beitrag zur Lösung der Klimakrise können sie mit ihrer Forschung bieten?

Wir haben uns an der Mainzer Uni umgeschaut und waren erstaunt, wie viele Institute das Thema auf die ein oder andere Art in ihrer Forschung und Lehre behandeln. Uns interessierte aber auch die Alltagsrelevanz dieser Arbeit, wie deren Ergebnisse einem breiteren Publikum vermittelt werden und welchen Einfluss Fridays for Future auf die Forschung hat.

MINT – die üblichen Verdächtigen

Die ersten Verdächtigen waren natürlich die MINT-Fächer, denn wer sonst sollte uns zuverlässig mit Daten und Messwerten versorgen? Und so sind wir auf die Physik der Atmosphäre gestoßen, die uns unter anderem auch über ihren neuen Blog mit Infos zu den Themen Wetter und Klima versorgen. Wir haben erfahren, dass Mainzer Forscherinnen und Forscher sich am ATTO-Projekt beteiligen, indem sie im Regenwald des Amazonas zu Treibhausgasen forschen.

Und wir sind beim Institut für Geoinformatik fündig geworden, das über ein Simulationsprogramm die Städteplanung unterstützt, in dem Nachhaltigkeitsthemen wie Lebensqualität oder Energieeffizienz berücksichtigt werden können. Wobei dies nur einzelne Beispiele der vielfältigen Forschungslandschaft der JGU sind.

Geisteswissenschaften – eine starke Unterstützung

Aber es sind nicht nur, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, die Naturwissenschaften, die sich dem Thema annehmen. Auch die Geisteswissenschaften setzen sich vielfältig mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander: Vom ganz individuellen Kampf gegen den inneren Schweinehund bis hin zu globalen Auswirkungen von Dammbrüchen in Brasilien. Die Forschung an der JGU macht deutlich: Klimawandel ist genauso facettenreich wie komplex.

Didaktik - Klimawandel durch die Blume erklärt

Wichtig neben der Forschung ist natürlich auch das Weitergeben des Wissens. Neben der Grünen Schule beteiligen sich die Fachdidaktiker verschiedener Fächer an der Vermittlung relevanter Kenntnisse zum Thema Umweltschutz; es entstanden zum Beispiel in der Biologiedidaktik Projekte wie Durch die Blume oder Hallo Hummel und in der Didaktik der Physik neben dem Klimaworkshop auch die KLIMAkademie.

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Twitter-Accounts, Workshops mit Schulklassen oder der Stand auf dem Mainzer Wissenschaftsmarkt sind dabei nur einige der Mittel, mit denen die Forschung an der JGU einem großen Publikum bekannt gemacht werden soll. Auch die Fridays for Future-Bewegung trägt dazu bei: Dass sich die Wahrnehmung der Forschung seit dem Aufkommen der FFF-Demos positiv verändert hat, wurde von den meisten der befragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestätigt.

Fortsetzung folgt…

An dieser Stelle wollen wir nicht zu viel verraten. Nur so viel: In Zukunft werden wir einzelne Forschungsgruppen und ihre Forschung vorstellen. Wenn ihr auch im Bereich Klimawandel, Umweltschutz oder Nachhaltigkeit forscht, dann meldet euch gerne bei uns! Wir würden uns freuen, euer Projekt im MUB zu präsentieren.

Wir starten mit einem Beitrag zu den Geisteswissenschaften: Wenn ihr wissen wollt, was ein Dammbruch in Brasilien mit unserem täglichen Leben zu tun hat, wie es mit Gerechtigkeit in Zeiten der Erderwärmung aussieht und warum auch der innere Schweinehund mit dem Klimawandel kämpft, dann seid gespannt.

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Stephan Jung
Stephan Jung

Stephan Jung arbeitet seit 20 Jahren in der UB und verteilt seine Arbeitszeit gerecht auf die Zentralbibliothek und Bereichsbibliothek MIN.

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Stefanie Martin
Stefanie Martin

Stefanie Martin arbeitet im Universitätsarchiv sowie in der Bereichsbibliothek MIN und der Stabsstelle Marketing und Kommunikation.

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