Wir über uns


Die Universitätsbibliothek Mainz ist das Informations- und Literaturversorgungssystem der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie besteht aus der Zentralbibliothek, neun Bereichsbibliotheken und dem Universitätsarchiv.

Geschichte

Die Bibliotheksbestände der 1477 errichteten kurfürstlichen Universität, deren Betrieb 1798 eingestellt wurde, gingen 1805 in den Besitz der Stadt Mainz über und werden seitdem in der Stadtbibliothek Mainz aufbewahrt.

Der Aufbau der Universitätsbibliothek begann 1946 im Zuge der Wiedereröffnung der Mainzer Universität. Am Anfang der Nachkriegsgeschichte wurden dezentralen Bibliotheken eingerichtet. Erst danach wurde die Universitätsbibliothek/Zentralbibliothek gegründet, die 1964 ein eigenes neues Gebäude bezog.

Seit dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts werden Fachbereichs- und Institutsbibliotheken zu fachübergreifenden Bereichsbibliotheken zusammengeführt.

Direktoren der Universitätsbibliothek Mainz

  • 1946–1955: Walter Menn
  • 1955–1962: Hermann Fuchs
  • 1962–1972: Hermann Sauter
  • 1973–1988: Johann Schubert
  • 1988–2011: Andreas Anderhub
  • 2011–: Andreas Brandtner

Bibliotheksbereiche der Universitätsbibliothek Mainz

  • Zentralbibliothek
  • Bereichsbibliothek Biologie
  • Bereichsbibliothek Ethnologie und Afrikastudien
  • Bereichsbibliothek Georg Forster-Gebäude
  • Bereichsbibliothek Philosophicum
  • Bereichsbibliothek Physik, Mathematik, Chemie
  • Bereichsbibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
  • Bereichsbibliothek Theologie
  • Bereichsbibliothek Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft
  • Bereichsbibliothek Universitätsmedizin

Funktion

Die Universitätsbibliothek versteht sich gemäß ihrem Mission Statement als professionelle und innovative Dienstleistungseinrichtung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie versorgt die Forschenden, Lehrenden und Studierenden der Universität mit Literatur und Informationen und stellt für sie Lern- und Kommunikationsorte sowie virtuelle Informations- und Forschungsumgebungen bereit. Darüber hinaus steht die Universitätsbibliothek auch allen nicht der Universität angehörigen Benutzern zur Verfügung.

Die Universitätsbibliothek ist auch auf den Themenfeldern digitales Publizieren, Open Access, Management von Publikations- und Forschungsdaten und dem E-Learning aktiv. Sie vermittelt Informationskompetenz und koordiniert sowohl die Initiative der Universität zur akademischen Integrität als auch die Universitätssammlungen. Mit dem Universitätsarchiv bewahrt sie das kulturelle Gedächtnis der Johannes Gutenberg-Universität.

Sammlungen

Die Bibliothek besitzt eine Sammlung von Handschriften der Familie des Romantikers Clemens Brentano (1778–1842) sowie andere Autographen, Urkunden und mittelalterliche Buchhandschriften.

Das Forum Interkulturelle Frankreichforschung (FIFF) hat 2013 den Sammelschwerpunkt „Frankreichforschung: Kultur – Gesellschaft – Regionen“ abgelöst, der 1991-2011 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. Das FIFF erwirbt weiterhin interdisziplinäre Dokumente der Kultur- und Sozialwissenschaften. Es wird bis Ende 2015 im Rahmen des Programms „herausragende Forschungsbibliotheken“ erneut von der DFG gefördert, um sein bisheriges, regionalbetontes Profil in einer inter- und transkulturellen Perspektive zu erweitern.

Die USA-Bibliothek sammelt fächerübergreifend Literatur und Informationen über die Vereinigten Staaten von Amerika mit sozialwissenschaftlichem, kulturellem und historischem Schwerpunkt. Sie wurde als ehemalige Bibliothek der Lindsey Air Station nach dem Abzug der US-Armee 1993 aus dem Camp Lindsey der Universität überlassen.

Das Archiv für die Musik Afrikas besteht seit 1991 und beinhaltet eine in Deutschland einzigartige Sammlung moderner afrikanischer Musik auf Tonträgern unterschiedlicher Formate. Der derzeitige Bestand des Archivs liegt bei ca. 10.000 Tonträgern, die zum Teil bis in die 1940er Jahre zurückreichen. Regionale Schwerpunkte bilden Äthiopien, Ghana, Kamerun, Kenia, Kongo (Ex-Zaire), Nigeria und Tansania.

Universitätsarchiv

Das Universitätsarchiv ist seit 2012 eine Abteilung der Bibliothek. Es versteht sich als historisches Gedächtnis der Universität und verwahrt die Akten der Hochschulleitung, der Universitätsverwaltung, der Fachbereiche und Institute sowie der studentischen Selbstverwaltung. Die Bestände des Archivs werden durch rund 40 Nachlässe Mainzer Professoren sowie durch universitätsgeschichtliche Sammlungen ergänzt. Das Archiv unterstützt die Forschung zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität und steht jedem zur Nutzung offen.